Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Freiwilligendienste Hessen befördert einen Inklusionsprozess, durch den sämtliche Personen gleichermaßen Zugang zu den Freiwilligendiensten finden sollen.
Folgendes Inklusionsziel hat die LAG definiert:
„Unabhängig von individuellen Eigenschaften, biografischem Hintergrund und aktueller Lebenssituation sollen Menschen sich in ihrer ganzen Vielfalt durch einen Freiwilligendienst für das Gemeinwohl engagieren können und somit Gesellschaft gestalten und bereichern.“
Inklusion in den Freiwilligendiensten ist damit breit gefasst und geht weit über die Integration von bestimmten Personengruppen hinaus. Sie ist nicht dann erreicht, wenn sich einige Menschen
aufgrund ihrer eigenen Beharrlichkeit und mithilfe des wohlwollend-kreativen Entgegenkommens von Trägern und Einsatzstellen im Einzelfall trotz bestehender Barrieren einen Weg in ihren
Freiwilligendienst gebahnt haben. Echte Partizipation und Repräsentation entstehen nicht durch kosmetische Korrekturen und Symbolakte. Wenn Inklusion ernst gemeint wird, bedarf es gründlicher Perspektivwechsel und systemischer Reformen der Rahmenbedingungen in den Freiwilligendiensten.
Zur Umsetzung inklusiver Freiwilligendienste hat die LAG Freiwilligendienste Hessen ein Positionspapier beschlossen und hält darin folgende Maßnahmen als besonders bedenkenswert und dringlich:
- Diskriminierungssensible Haltung
- Inklusive Tätigkeitsprofile in der Einsatzstelle
- Refinanzierung der Einsatzstellen
- Absenkung des Betreuungsschlüssels in der pädagogischen Begleitung
- Leistungen zur Sozialen Teilhabe
- Soziale Gerechtigkeit und gesicherter Lebensunterhalt